In langer Tradition. Dürers 550. Geburtstag || blog.arthistoricum.net

Die Geburt Albrecht Dürers (1471–1528) jährt sich am 21. Mai 2021 zum 550. Mal und zahlreiche Verehrer*innen erinnern. Das Germanische Nationalmuseum feiert den Geburtstag des Nürnberger Ausnahmekünstlers mit einem digitalen Gesprächsmarathon. In dem vielseitigen Programm werden Talk-Tandems verschiedenste Kontexte beleuchten, in denen sich Interesse rund um die Person, Kunst und Rezeption Dürers entfaltet.

Save the Date: „Experimente“ im Rahmen der vDHd 2021 || blog.arthistoricum.net

Der Arbeitskreis Digitale Kunstgeschichte organisiert im Rahmen der vDHd 2021 das Projekt „Experimente“
Termin: Do., 10.06. – Fr., 11.06.2021
Anmeldung bis 8. Juni 2021
Weitere Info:  https://vdhd2021.hypotheses.org/295

 

Wie lassen sich die Landschaften der Digitalen Kunstgeschichte durch digitale Repräsentationen und Visualisierungen besser erschließen und vernetzen?

Das ist die zentrale Frage des Arbeitkreises Digitale Kunsgeschichte, der die Inhalte und Ziele der zweitägigen Veranstaltung wie folgt beschreibt:

 


Das Feld der Digitalen Kunstgeschichte wird sowohl durch eine Vielfalt digitaler Verfahren und Konzepte, als auch durch die über lange Zeit gewachsenen personellen und institutionellen Zusammenhänge einer geisteswissenschaftlichen Disziplin getragen. Dabei bilden sich fortwährend Überschneidungen und Verflechtungen zu weiteren disziplinären Feldern der Digital Humanities. Das hier gewählte Bild der Landschaft deutet sowohl die Vielgestalt und Unübersichtlichkeit an, wie auch die grundsätzlichen Potentiale von Visualisierungen im Sinn von Kartierung und Netzwerk-Darstellung.


Ziel der Veranstaltung ist es, für solche Visualisierungskonzpete ein robustes und fortschreibbares Datenmodell zu finden und mit Nachnutzungen zu experimentieren. Als Ausgangsbasis dient uns hierfür Wikidata, eine offene, kollaborative, persistente Datenplattform. Aufbauend auf ersten Arbeitsschritten, Erkundungen der Landschaft und Modellierungen der Daten (Workshop-Tag 1) werden Visualisierungsstrategien und weitere Möglichkeiten zur Auswertung der Daten konzipiert (Workshop-Tag 2). Im zeitlich jeweils anschließenden offenen Labor werden die entwickelten Konzepte versuchsweise umgesetzt, getestet und disktuiert.
Wir freuen uns auf ein zahlreiches Erscheinen von Anfänger*innen auf dem Gebiet der Digital Humanities bis hin zu Fortgeschrittenen und Spezialist*innen. Die Veranstaltung dient auch dem Kennenlernen und Wiedersehen in Zeiten der Pandemie. Da die Veranstaltung nicht durchgängig besucht werden muss, ist jede/r, der/die auch nur kurz vorbeikommt, herzlichst eingeladen.

Bildrechte in der kunsthistorischen Praxis – ein Leitfaden || blog.arthistoricum.net

Der Verband Deutscher Kunst­historiker stellt seinen neuen Weg­weiser zu Bild­rechts­fragen in Open Access auf ART-Dok zur Verfügung.

 

Im Fach Kunstgeschichte stellt die Klärung von Bildrechten einen ebenso alltäglichen wie zeitraubenden Teil der Arbeitspraxis dar. Nicht wenige der Probleme oder Sorgen zu Bildrechtsfragen lassen sich darauf zurückführen, dass die rechtlichen Vorgaben für Laien schwer zu durchschauen sind.

 

Der Verband Deutscher Kunsthistoriker legt daher einen Leitfaden für jene Fragen und Fallszenarien vor, die in der kunsthistorischen Praxis besonders relevant sind.

 

Ziel der Handreichung soll es sein, Grundzüge und wesentliche Begriffe der relevanten Teile des Urheberrechts zu vermitteln. Vor allem aber soll der Leitfaden dabei helfen, bei konkreten Fragen rasch die entscheidenden Informationen zu finden, um zu einer verlässlichen Lösung zu gelangen.

 

Der Leitfaden wurde von einem Arbeitsausschuss des Verbandes konzipiert und in Auftrag gegeben. Verfasserin ist die auf Urheberrecht spezialisierte Juristin Dr. Veronika Fischer unter Mitarbeit von PD Dr. Dr. Grischka Petri. Der Verband macht den Leitfaden auf der Publikationsplattform ART-Dok zugänglich.

 

Max Halberstadt. Der vergessene Hamburger Fotograf – Eine Ausstellung im Museum für Hamburgische Geschichte, 7. Mai 2021 bis 3. Januar 2022 || blog.arthistoricum.net

Max Halberstadt (1882-1940) galt in den 1920er Jahren als einer der bekanntesten Porträtfotografen Hamburgs. Seine Popularität verdankte sich nicht zuletzt den Aufnahmen seines Schwiegervaters Sigmund Freud, die zu den bis heute weltweit publizierten Porträts des Begründers der Psychoanalyse zählen. Doch auch wenn seine Freud-Porträts fortwährende Verwendung finden, ist der Name Max Halberstadt heute fast vergessen. In den einschlägigen Fotografenlexika sucht man ihn vergeblich. Die von dem Hamburger Publizisten Wilfried Weinke kuratierte Ausstellung Der Fotograf Max Halberstadt. "‚... eine künstlerisch begabte Persönlichkeit." im Museum für Hamburgische Geschichte möchte ihm die gebührende Würdigung und den verdienten Platz in der Fotogeschichte Hamburgs verschaffen.

1882 in Hamburg geboren, hatte sich Halberstadt nach seiner Lehrzeit im renommierten Atelier von Rudolf Dührkoop 1907 als Fotograf in der Hansestadt niedergelassen. Dank seines Erfolgs als Porträt- und Landschaftsfotograf betrieb er bereits 1912 in der Hamburger Innenstadt ein eigenes Atelier. Nach dem Ersten Weltkrieg zählte Max Halberstadt zu den Gründungsvätern der „Gesellschaft Deutscher Lichtbildner“, der heutigen „Deutschen Fotografischen Akademie“. Halberstadts Bilder erschienen in verschiedenen Presseorganen wie Fachzeitschriften. Dazu gehörten vor allem die illustrierten Beilagen Hamburger Tageszeitungen, die seine Porträtaufnahmen sowie seine Collagen und Fotomontagen druckten. Nach der Machtübertragung an die Nationalsozialisten im Jahr 1933 und der damit einhergehenden antisemitischen Ausgrenzungs- und Verfolgungspolitik erfuhr Max Halberstadt sehr bald eine dramatische Verschlechterung seiner wirtschaftlichen und sozialen Lebenssituation. Führende Industriefirmen zogen sich wegen seiner jüdischen Herkunft als Kunden zurück. Nach dem erzwungenen Verkauf seines Ateliers emigrierte er 1936 nach Südafrika. Im Exil gelang ihm zwar die Neugründung eines Ateliers, doch war es ihm nicht vergönnt, seine Karriere auch nur annähernd erfolgreich fortzusetzen. Max Halberstadt starb im Alter von nur 58 Jahren in Johannesburg.

Das Leben Max Halberstadts steht beispielhaft für die Zwangslage jüdischer Bürger im Nationalsozialismus, in ihrer Heimat nicht mehr leben zu können und sich nur durch die Emigration der Bedrohung und Verfolgung entziehen zu können. In der Ausstellung werden neben Porträts von Hamburger Künstlern und Mitgliedern der Jüdischen Gemeinde atmosphärische Einblicke in das Stadtleben Hamburgs der 1920er Jahre gezeigt. Ein museumspädagogisches Begleitprogramm zur Ausstellung für Jugendliche und Erwachsene soll die Themen der deutschen Judenverfolgung, der Emigration und des erzwungenen Exils thematisieren.

 

Aufgrund der pandemiebedingten Schließung der Hamburger Museen kann die Ausstellung aktuell noch nicht vor Ort besucht werden, ein digitales Angebot auf der Website des Museum ermöglicht aber schon erste Einblicke.

 

Der Fotograf Max Halberstadt. „... eine künstlerisch begabte Persönlichkeit.“
Ausstellung im Museum für Hamburgische Geschichte bis 3. Januar 2022.

 

Autor: Matthias Seeberg, Pressesprecher der Stiftung Historische Museen Hamburg

Online-Symposium „Ist das Museum noch zu retten? Oder welche Chance bietet der Neustart? Wie könnte die Zukunft der Museen aussehen?“ || blog.arthistoricum.net

von Katja Schöppe-Carstensen (Hegenbarth-Sammlung, Berlin)

Was als einstündige Online-Abendveranstaltung im kleinen Kreis geplant war, fand am 14. April 2021 als digitales Tagessymposium der Hegenbarth Sammlung Berlin mit über 90 Gästen, 5 Workshopmoderator*innen und 7 Referent*innen statt.

Bewusst provokant und zugespitzt war der Titel des Online-Symposiums und entsprechende Kritik und Nachfragen gab es dazu im Vorfeld: Wenn das Museum gerettet werden müsse, befände es sich ja in einer Krise! Was genau gilt es zu retten? Was, wenn diese Krise nur der Anfang ist? Der Anfang von was? Und überhaupt: Gibt es ein krisenfestes Museum?

Trotz kritischer Rückfragen waren wir überrascht, wie viele Expert*innen dann doch verschiedene Problemlagen im Museums- und Ausstellungsbetrieb, vor allem im Bereich der Kunstmuseen, aufzeigten und skizzierten. Es wurden aber auch Lösungsansätze und mutmachende Konzepte vorgestellt. Das Publikum nutzte die Gelegenheit und stellten rege Rückfragen an die Referent*innen.

Mit einer Umfrage wurden alle Anwesenden zu Beginn auf die Tagung eingestimmt: Gefragt wurde nach dem letzten Museumsbesuch vor Ort und mit welchen Worten sich dieser Besuch zusammenfassen ließe.

Am Vormittag hatten alle die Wahlmöglichkeit, an den ersten Vorträgen oder einem Workshopzirkel teilzunehmen.

Der Workshopzirkel (organisiert in Breakout-Rooms mit der World-Café-Methode) fand in fünf kleinen Gruppen und diente dem kreativen Austausch über vergangene und künftige Museums- und Theaterbesuche oder verortete die Beteiligten zeichnerisch im Hier und Jetzt. Angeleitet wurden sie von Moderatorinnen, die beruflich im künstlerischen, theaterwissenschaftlichen sowie im kunst- und museumsvermittelnden Bereich tätig sind.

In den Vorträgen am Vormittag wurde der Blick von Dr. Martina Padberg auf den sich wandelnden Ausstellungsbetrieb gelenkt und wie dieser künftig anders laufen sollte. Harriet Meyer und Zsuzsanna Aszodi stellten im zweiten Beitrag das Young Professionals Netzwerk vor, in dem sich die junge Museumsgeneration frei von hierarchisch strengen Regeln auch über unbequeme Fragen austauschen und einander beraten kann. Wie man mit kleinem Budget und dem eigenen Smartphone Ausstellungen oder Sammlungen jedweder Fachrichtung online ins Netz bringt, wurde von Ilona Aziz vorgestellt. Vor der Mittagspause forderte Nikolaus Bernau am Beispiel der geöffneten Bibliotheksmagazine in einem brennenden Plädoyer von den Museen: Macht die Depots auf!

Nach der Mittagspause öffnete Dr. Thomas Köhler eine wahre Fundgrube mit kreativen, digitalen Vermittlungsformaten, die während der Pandemie an unterschiedlichen Orten zum Einsatz kamen. Komprimiert analysierte Prof. Dr. Beate Reifenscheid erwartbare langfristige Einschnitte der Pandemie im Museumsbereich. Abschließend skizzierte sie, worin die künftigen Aufgaben der Museen liegen. Dieser Faden wurde im Gespräch mit Notker Schweikhardt aufgenommen, der nach der Rolle und Verantwortung der (Kultur-)Politik befragt wurde.

In einer Schlussumfrage baten wir die Gäste um Begriffe, die die Veranstaltung am besten beschreiben.

Fazit: Zugegeben, die Diskussionsrunde kam zu kurz, nach sechs Stunden digitalem Input nicht verwunderlich. Geplant ist künftig eine einstündige Veranstaltungsreihe am Abend mit wechselnden Expert*innen und Diskussionsrunde.

Mehr über die Hegenbarth Sammlung Berlin - Kunst auf Papier!

 

 

Aufbruchstimmung beim 3. Vernetzungstreffen Open Access in den Künsten am 21. April 2021 || blog.arthistoricum.net

von Margret Schild (Theatermuseum + Filmmuseum Düsseldorf)

In Kunst- und Museumsbibliotheken gewinnt OA an Bedeutung. Neben der Bereitstellung von digitalen bzw. elektronischen textorientierten Ressourcen verwalten diese Bibliotheken schon lange analoge Sondersammlungen – so Bildarchive, grafische Sammlungen, Künstlerbücher, Ephemera, Autografen und Nachlässe. Die Beschäftigung mit OA in den Künsten kann als Schritt bei der digitalen Transformation, als Erweiterung des Sammlungsprofils und des Informationsangebots angesehen werden.  

Anika Wilde (Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch) und Friederike Kramer (Universität der Künste Berlin), die Gründerinnen des Netzwerkes, hatten zu einem virtuellen Treffen eingeladen und freuten sich über knapp 40 Teilnehmende.  Die Impulse zur anschließenden lebhaften Diskussion setzte Dietmar Kammerer, einer der Koordinatoren von NFDI4Culture, mit seiner Präsentation des Konsortiums.

Die Nationale Forschungsdaten-Infrastruktur for Culture ist ein bundesweites Projekt, mit dem ein Konsortium aufgebaut wird, das sich an die Geistes- und Kulturwissenschaften richtet, anschlussfähig an andere geisteswissenschaftliche NFDI-Konsortien (Text+, Memory, Objects) sowie die Natur- und Sozialwissenschaften. Zum Konsortium gehören eine Vielzahl von Partnern (Universitäten, Akademien und Institutionen des Kulturerbes, Bibliotheken, Galerien, Archive und Museen) sowie Fachgesellschaften. Auf diese Weise werden Forschung, Expertise und Bestände, aber auch die entsprechenden Akteure und Adressaten zusammengeführt.

Nachhaltigkeit und Qualität bei der Erschließung, die Sicherung, Zugänglichkeit und Vernetzung sind die wesentlichen Ziele. Das Konsortium entwickelt anhand des Bedarfs der Forschungsgemeinde digitale Ressourcen, Tools und Serviceangebote, stellt diese inklusive beratender Dienstleistung bereit. Dazu gehört die Implementierung langfristiger Modelle für die garantierte Verfügbarkeit und Veröffentlichung der Forschungsdaten. NFDI4Culture setzt sich zudem mit der im Umgang mit Kulturgut komplexen Rechtslage auseinander, so Fragen zu Provenienz oder Urheberrechten.

 

In der anschließenden Diskussion wurden viele Themen angesprochen: Wie sich kleine und mittlere Einrichtungen einbringen können, vergleichbare Initiativen im Ausland, die Einbindung von künstlerischen Produktionen und künstlerischer Forschung, der Dschungel der Zuständigkeiten, Auswirkungen (beispielsweise auf Prüfungsordnungen) und der häufig als exotisch bezeichnete Status wegen der Vielfalt oder Komplexität der Medien und Objekte – auch in kleineren Einrichtungen, häufig mit wenig Personal. Die Lösungsvorschläge waren vor allem pragmatisch: sich über die Webseite und Mailingliste des Konsortiums informieren, Verbündete suchen, bereits im Vorfeld Rat bei den potentiellen Fördereinrichtungen suchen und bei der Finanzplanung neue Aufgaben mitdenken. Aber auch: einfach mal fragen, mit Selbstbewusstsein das Besondere der eigenen Bestände und Arbeit vertreten, die Vielfalt, Aufgeschlossenheit sowie Kreativität und Neugierde in den Mittelpunkt stellen, Best Practice-Beispiele und Problem-/Sonderfälle sammeln und bei Workshops oder den Beratungsangeboten vorbringen.

Den Abschluss des Gesprächs bildete die Frage nach dem Fortbildungsbedarf.  Das Netzwerk wurde über persönliche Kontakte zum Vorstand innerhalb der AKMB als Fachgruppe integriert und präsentiert sich dort auf eigenen Unterseiten. Dort findet man auch Hinweise auf weitere Materialien und Informationen!

 

 

Citizen Science in den Kulturwissenschaften || blog.arthistoricum.net

Am Institut für Kunstgeschichte der LMU findet in diesem Semester eine Vortragsreihe zur Citizen Science in den Kulturwissenschaften statt.

  • Dienstag, 11. Mai 2021, 18 Uhr c.t.
    Susanne Gesser, Historisches Museum Frankfurt
    Herausforderung Partizipation: Das Stadtlabor Frankfurt
  • Dienstag, 8. Juni 2021, 18 Uhr c.t.
    Mia Ridge, British Library London
    Crowdsourcing in Cultural Heritage
  • Montag, 5. Juli 2021, 19 Uhr c.t.
    Winfried Schulze, Bochum/ München
    Citizen Science (im Rahmen der Reihe Zukunft der Kunstgeschichte)

Näheres zu den zoom-Zugangsdaten unter https://www.kunstgeschichte.uni-muenchen.de/veranstaltungen/lecture-series_dikuge/index.html

  

„Das digitale Bild – Die  soziale Dimension, politische Perspektiven und ökonomische Zwänge“ || blog.arthistoricum.net

Das Schwerpunktprogramm „Das digitale Bild“ lädt Sie sehr herzlich zur Teilnahme an der kommenden international ausgerichteten Tagung mit dem Titel „Das digitale Bild – Die  soziale Dimension, politische Perspektiven und ökonomische Zwänge“ vom 28. bis 30. April 2021 ein. 

 

Wie verändern Deep Fakes die Rolle von Repräsentation in digitalen Bildern? Was sagen virtuell generierte Influencer*innen über unser Schönheitsideal aus? Und warum stellen wir uns dauernd die Frage, ob Künstliche Intelligenz kreativ sein kann? Zur Beantwortung dieser und weiterer Fragen konnten wir Wissenschaftler*innen wie die Literaturkritikerin und Posthumanistin Nancy Katherine Hayles, den niederländischen Medienwissenschaftler Geert Lovink, verschiedene Designer*innen, Unternehmer*innen und weitere Expert*innen aus Theorie und Praxis gewinnen. Unter den Stichworten „Die soziale Dimension, politische Perspektiven und ökonomische Zwänge“ diskutieren 17 geladene Gäste gemeinsam mit den Forscher*innen des Schwerpunktprogrammes sowie der Öffentlichkeit Aspekte des Visuellen im Digitalen.

 

Das vollständige Programm samt Abstracts sowie die Möglichkeit, sich zur Tagung anzumelden, finden Sie auf unserer Homepage:

https://www.digitalesbild.gwi.uni-muenchen.de/tagung_april_2021/

 

Die Museumsbibliothek – ein Raum im Wandel der Zeit || blog.arthistoricum.net

von Martin Zangl (LWL-Museum für Kunst und Kultur, Münster)

Seit 1908 gibt es Räume für die museumseigene Büchersammlung des LWL-Museums für Kunst und Kultur. Museumsbibliothekar Martin Zangl nimmt uns mit auf eine Zeitreise zu verschiedenen Stationen seit der Gründung bis in die Gegenwart. Wer mehr wissen möchte, kann eine ausführlichere Fassung als PDF herunter laden!

Am Anfang war die „Pantoffelbibliothek“ – gleich neben dem Direktorenzimmer, mit direkter Zugänglichkeit des Magazins, großen Tischen, Bild- und Textquellen an einem Ort.   

 

Wie Eintrittskarten für das Museumsgebäude aus der Zeit zwischen Oktober 1938 und Frühjahr 1941 zu entnehmen ist, gab es damals einen öffentlichen Lesesaal mit äußerst publikumsfreundlichen Öffnungszeiten: von 9 bis 13 Uhr und 15 bis 22 Uhr.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das zerstörte Gebäude bis 1950 wieder so hergestellt, dass ein Lesesaal in deutlich einfacherer Ausstattung zur Benutzung zur Verfügung stand. Die Ausstattung erinnert an einen Klassenraum und die Bestände wurden magaziniert – die Kathederbibliothek. 

Mit der Eröffnung des neuen Gebäudekomplexes im Jahr 1974 wurde auch ein neuer Bibliothekslesesaal eingerichtet. Ein Ausstellungsraum wurde (zunächst) provisorisch als öffentlicher Lesesaal genutzt. Nichts ist dauerhafter als ein Provisorium: die Bibliothek blieb 34 Jahre an diesem Ort, geriet aber wegen der Platznot, ihrer ungünstigen Lage und der relativ späten Einführung der EDV bei externen Benutzer/innen mehr und mehr in Vergessenheit. Mit der Eröffnung des neuen Gebäudekomplexes im Jahr 1974 wurde auch ein neuer Bibliothekslesesaal eingerichtet. Ein Ausstellungsraum wurde (zunächst) provisorisch als öffentlicher Lesesaal genutzt. Nichts ist dauerhafter als ein Provisorium: die Bibliothek blieb 34 Jahre an diesem Ort, geriet aber wegen der Platznot, ihrer ungünstigen Lage und der relativ späten Einführung der EDV bei externen Benutzer/innen mehr und mehr in Vergessenheit.

Während der Abriss- und Neubauphase des Museums zwischen 2008 und 2014 war die Bibliothek komplett ausgelagert und auf verschiedene Standorte verteilt. Die Nutzung der Bestände war nur intern möglich und wurde vor allem für die Planung der neuen Dauerausstellung und die Erarbeitung der Publikationen zur Neueröffnung genutzt.

Mit der Neueröffnung des Museums im September 2014 hat die Museumsbibliothek eine direkte Anbindung an das zentrale Foyer und ist viel sichtbarer in der Öffentlichkeit. Auch die Ausstattung wurde modernisiert und dem veränderten Nutzerverhalten angepasst. Die Bibliothek bietet nun umfangreiche Recherchemöglichkeiten, die nicht nur vor Ort, sondern auch von zu Hause aus über den OPAC genutzt werden können: über oder über den Link auf der Webseite des Museums.