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Forschungsbibliothek Gotha gedenkt Helmut Claus || Blog der Forschungsbibliothek Gotha

Montag , 3, August 2020 Kommentare deaktiviert für Forschungsbibliothek Gotha gedenkt Helmut Claus || Blog der Forschungsbibliothek Gotha
Die Forschungsbibliothek Gotha der Universität Erfurt gedenkt ihres langjährigen und hochgeschätzten Direktors Dr. Helmut Claus, der am 26. Juli 2020 in Gotha verstorben ist. Er hat über viele Jahrzehnte das Geschick der Bibliothek an führender Stelle geprägt. Helmut Claus, 1933 in Chemnitz geboren, studierte von 1952 bis 1956 Slawistik an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Anschließend arbeitete er im Böhlau-Verlag in Weimar als Lektor. Bereits 1959 wurde er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der damaligen Landesbibliothek Gotha auf Schloss Friedenstein. Er betreute die Sammlung der Inkunabeln und Alten Drucke, die 1956 zusammen mit den Beständen der alten herzoglichen Bibliothek aus der Sowjetunion nach Gotha zurückgekehrt waren. Sein besonderes Interesse galt von Anfang an den Slavica. Die systematische Bearbeitung dieses Bestandes mündete 1961 in die Herausgabe eines voluminösen Katalogs mit über 3.800 Einträgen. Die Geschichte des Buchdrucks blieb von nun an das Hauptarbeitsgebiet von Helmut Claus. 1962 wurde er zum stellvertretenden Direktor der Bibliothek

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Stradas Zeichnungen im Fokus der Forschung || Blog der Forschungsbibliothek Gotha

Freitag , 24, Juli 2020 Kommentare deaktiviert für Stradas Zeichnungen im Fokus der Forschung || Blog der Forschungsbibliothek Gotha
Volker Heenes, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungszentrum Gotha, hat im Rahmen des DFG-Projekts „Jacopo Strada Magnum ac Novum Opus: Ein numismatisches Corpus des 16. Jahrhunderts” in der Online-Zeitschrift OZeAN den Aufsatz „Copies of Ancient Coins and Inventiuons all’antica in the work of Jacobo Strada“ veröffentlicht, den wir gerne zur Lektüre empfehlen. Jacopo Strada (ca. 1515-1588), Antiquar, Architekt und Antikenhändler, schuf Mitte des 16. Jahrhunderts für seinen Patron Johann Jakob Fugger (1516–1575) ein 30 Bände umfassendes Corpus, das Magnum ac Novum Opus. Dieses Werk ist ein einzigartiges illustriertes Münzcorpus der Römischen Republik und des Kaiserreichs mit Münzdarstellungen von Julius Cäsar bis Kaiser Karl V. Es enthält insgesamt über 9.000 Zeichnungen höchster Qualität, die nach der Insolvenz Fuggers 1566 zusammen mit dem Rest seiner Bibliothek und seiner Sammlung zu Herzog Albrecht V. von Bayern (1528–1579) nach München gelangten, der sie prachtvoll in rotes Leder binden und die Einbände mit seinem Porträt und

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Jean-Baptiste Maugérard – „erbärmlicher Geschäftemacher“ oder versierter Handschriften-Kenner? || Blog der Forschungsbibliothek Gotha

Mittwoch , 15, Juli 2020 Kommentare deaktiviert für Jean-Baptiste Maugérard – „erbärmlicher Geschäftemacher“ oder versierter Handschriften-Kenner? || Blog der Forschungsbibliothek Gotha
Notizen aus dem Gothaer Bibliotheksturm, Folge 13 Am 15. Juli jährt sich der Todestag des Jean-Baptiste Maugérard (1735–1815) zum 205. Mal. Die Bibliothek verdankt ihm den Besitz von rund 50 höchst wertvollen mittelalterlichen Handschriften – eine Tatsache, die einen kurzen Rückblick wert ist. 1750 war Maugérard in das Benediktinerkloster Mouzon im heutigen Département Ardennes im nordöstlichen Frankreich eingetreten, um danach als Lehrer und Bibliothekar in der Abtei S. Arnould in Metz sowie in Paris zu wirken. Seit 1766 unternahm er im westlichen Teil Deutschlands Forschungsreisen durch Kloster- und Stiftsbibliotheken. Dabei kaufte oder tauschte er seltene Werke für sein Kloster auf so effiziente und wohl auch trickreiche Art, dass der „Kölner Staatsbote“ in der Ausgabe vom 26.7.1789 die Bibliothekare vor ihm warnte. Nach der Säkularisation seines Klosters floh Maugérard 1792 nach Osten und weilte fast zehn Jahre in der Benediktinerabtei auf dem Petersberg zu Erfurt, von wo aus er zahlreiche

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Ostturm von Schloss Friedenstein weiterhin gesperrt || Blog der Forschungsbibliothek Gotha

Dienstag , 14, Juli 2020 Kommentare deaktiviert für Ostturm von Schloss Friedenstein weiterhin gesperrt || Blog der Forschungsbibliothek Gotha
Die Sperrung des Ostturms des Schlosses Friedenstein für Personal und Besucher muss leider fortgesetzt werden, da die (Vor)arbeiten zur Notsicherung der Pfeiler des Turms langsamer als geplant voranschreiten. Die weitere Sperrung dauert bis voraussichtlich zum 1. November 2020 an. Dies betrifft auch die darin befindlichen Sammlungen an Druck- und Handschriften der Forschungsbibliothek Gotha der Universität Erfurt. Wir verweisen zu den weiteren Hintergründen auf unsere Meldung vom 12. Mai 2020. Eine Übersicht der gesperrten Bestandsgruppen finden Sie hier: https://www.uni-erfurt.de/forschungsbibliothek-gotha/service-und-recherche/benutzung   Wir bitten um Ihr Verständnis.

Blumenbergs „Lesbarkeit der Welt“ – ein Plädoyer für Bibliotheken || Blog der Forschungsbibliothek Gotha

Montag , 13, Juli 2020 Kommentare deaktiviert für Blumenbergs „Lesbarkeit der Welt“ – ein Plädoyer für Bibliotheken || Blog der Forschungsbibliothek Gotha
Notizen aus dem Gothaer Bibliotheksturm, Folge 12 Eine Philosophin oder ein Philosoph ohne Bücher ist nicht vorstellbar. Es sei denn, man wäre Diogenes, der bekanntlich in der Tonne lebte. Von Hans Blumenberg (1920-1996), der am 13. Juli 2020 einhundert Jahre alt geworden wäre, ist bekannt, dass er Bücher liebte, dass er ein Buchmensch war, der von morgens bis abends und, wenn es ging, auch nachts las und schrieb. Wie viele Intellektuelle hatte er seine große, viele tausend Titel umfassende Arbeitsbibliothek bei sich zu Hause, die sich nunmehr zu großen Teilen im Deutschen Literaturarchiv in Marbach befindet. Dabei hatte er 1942 bei der Bombardierung Lübecks den Verlust seiner ersten Privatbibliothek schmerzlich erfahren müssen. Bibliotheken, das zeigt sich auch hier, sind Wissens- und Gedächtnisspeicher, auf die Schülerinnen und Schüler, Studierende, Lehrende und Gelehrte nicht verzichten können und wollen. Blumenberg ging von der richtigen Einsicht aus, dass das Buch seit langem schon

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Forschungsbibliothek Gotha bei Twitter || Blog der Forschungsbibliothek Gotha

Mittwoch , 8, Juli 2020 Kommentare deaktiviert für Forschungsbibliothek Gotha bei Twitter || Blog der Forschungsbibliothek Gotha
Seit dem 7. Juli 2020 ist die Forschungsbibliothek Gotha ein Teil der Twitter-Gemeinschaft. Unter @FBGotha werden wir regelmäßig über aktuelle Themen, Veranstaltungen, Veröffentlichungen und über unsere Sammlungen informieren. Wir vernetzen uns weltweit mit Bibliotheken, wissenschaftlichen und kulturellen Einrichtungen sowie Netzwerken. Wir freuen uns, wenn Sie uns unter @FBGotha folgen.

Radiobeitrag zu einem prophetischen Traum des Gothaer Reformators Friedrich Myconius || Blog der Forschungsbibliothek Gotha

Mittwoch , 8, Juli 2020 Kommentare deaktiviert für Radiobeitrag zu einem prophetischen Traum des Gothaer Reformators Friedrich Myconius || Blog der Forschungsbibliothek Gotha
Auf Antenne Thüringen wird am kommenden Samstagabend, den 11. Juli 2020, ein Interview mit Dr. Sascha Salatowsky (FB Gotha) zu hören sein. Hierbei geht es um einen Traum, den der Mönch Friedrich Myconius (1490–1546) am 14. Juli 1510 gleich in der ersten Nacht nach seinem Eintritt in das Franziskanerkloster in Annaberg hatte. Er konnte diesen Traum erst 1517 mit dem Beginn der Reformation in Wittenberg als eine Prophetie deuten. 1524 wurde Myconius Pfarrer in Gotha, der bis zu seinem Tod wesentlich zur Ausbreitung und Stabilisierung der lutherischen Reformation im Thüringer Land beigetragen hat. Myconius träumte, er befinde sich in einer Wüste und würde bald vor Mattigkeit, Hunger und Durst sterben. Da begegnete ihm der Apostel Paulus, der sich seiner annahm. Er führte ihn zu einer Quelle, die aus Jesu Wunden gespeist wurde. Ein deutlicher Hinweis auf das spätere „Christus allein“ (solus Christus) der Reformation, wonach Christus der alleinige Heilsbringer

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