Stipendiat*in: Wenrui Zhao || HAB

Dissecting Sight: Eye Surgery and Vision in Early Modern Europe My project investigates the ways in which the eye was studied, eye diseases were treated, and the knowledge of the eye was transmitted during the sixteenth and seventeenth centuries in Europe, in particular, the German speaking lands. From the late sixteenth century onwards, an increasing […]

Relaunch der HAB-Website || HAB

Die Inhalte der neuen Seite werden in den vier Kategorien Forschung, Bibliothek, Kultur und Info abgebildet. Neben ausführlichen Informationen über Forschungsprojekte, wissenschaftliche Veranstaltungen und Publikationen, steht die Bibliothek mit ihren Beständen und Services im Mittelpunkt. Ein neues Element ist der HABlog, in dem regelmäßig über die Aktivitäten aus allen Bereichen der HAB berichtet wird. Der verstärkte Einsatz von Abbildungen dient nicht nur der Illustration von Themenbereichen, sondern hebt auch die Mitarbeiter*innen als Forschende oder Ansprechpartner*innen hervor.

Das Layout der Homepage wurde von der Agentur anschlaege.de erstellt, die auch das Corporate Design für die Wolfenbütteler Bibliothek entworfen hat. Die Neugestaltung wirkt sich auf alle sichtbaren Bereiche der Forschungsbibliothek aus, darunter auch die zuletzt veröffentlichten Publikationen des HAB Verlags aus den Reihen „Wolfenbütteler Forschungen“ und „Wolfenbütteler Hefte“.

Die Herzog August Bibliothek ist eines der weltweit führenden Zentren für kulturgeschichtliche Forschung. Grundlage dafür bildet die Bibliothek, die einzigartige Bestände bewahrt, erschließt, erweitert und präsentiert. Wissenschaftler*innen aus aller Welt bieten sich hier optimale Bedingungen für ihre Forschung.

Internationale Sommerschule || HAB

Die nächste Sommerschule findet vom 15. bis 27. August 2021 bei der Klassik Stiftung Weimar statt:

International Summer School 2021 - Collection Spaces
Räume des Sammelns

 

Die Stadt Weimar ist ein ‚Deutscher Erinnerungsort’ par excellence. Ein wesentlicher Bestandteil ihrer kulturellen Topographie sind die über Jahrhunderte gewachsenen Sammlungen, sammlungsbezogenen Bauten und Interieurs. Das wohl prominenteste Beispiel ist Goethes Wohnhaus am Frauenplan. Zu Lebzeiten des Dichters dienten sowohl seine Privaträume wie auch die öffentlich zugänglichen Bereiche des Hauses der wissenschaftlich fundierten Aufbewahrung und Präsentation umfangreicher Sammlungen. Ein kaum weniger ikonischer Sammlungsraum ist der Rokokosaal der Herzogin Anna Amalia Bibliothek, erst recht seit dem Brand von 2004. In Verbindung mit dem Gemälde- und Büstenprogramm verräumlicht die über mehrere Etagen verteilte Büchersammlung ein intellektuelles Ideal der Goethezeit. Außerhalb des historischen Zentrums der Stadt befinden sich zwei an der Wende zum 20. Jahrhundert eingerichtete Archive, deren geistige Provenienz kaum unterschiedlicher sein könnte: das historistische Gebäude des Goethe- und Schiller-Archivs mit den schriftlichen Nachlässen des klassischen Weimar sowie das von Henry van de Velde nur wenige Jahre später im Neuen Stil gestaltete Nietzsche-Archiv. Von beiden Standorten aus ist über Weimar hinweg der Ettersberg zu sehen, wo nach dem Zweiten Weltkrieg im ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald eine umfangreiche Sammlung zu den Verbrechen der NS-Zeit angelegt wurde.

Durch den spatial turn der Geisteswissenschaften ist das Bewusstsein dafür geschärft worden, dass Räume keine neutralen Gefäße für Sammlungsobjekte sind. Die Frage nach den Räumen des Sammelns hat daher auch einen hohen Stellenwert für den Forschungsverbund Marbach Weimar Wolfenbüttel, der dieses Phänomen vom 15. bis zum 27. August 2021 ins Zentrum einer internationalen Summer School rücken wird: Auf welche Weise sind Sammlungsräume semantisch und symbolisch aufgeladen? Inwiefern dienen sie der kulturellen Erinnerung und stiften persönliche oder kollektive Identität? Welchen symbolpolitischen und strategischen Zielsetzungen unterliegen sie, und wie kommen diese Ziele in Bauten und Interieurs ästhetisch zum Ausdruck? Wie tragen sie zur Organisation des in den Sammlungen verkörperten Wissens bei? Welche Rolle spielt nicht zuletzt im Rahmen der digitalen Transformation die Genese neuer, virtueller Sammlungsräume? Diese Fragen wird die Summer School verfolgen, indem sie zum einen die historische Entwicklung repräsentativer Sammlungsräume von der Kunst- und Wunderkammer bis zum heutigen Museum nachvollzieht und zum anderen die Bedeutung neuer Raumtheorien für den Umgang mit Sammlungen reflektiert. Das Verhältnis zwischen privater und öffentlicher Sammlung, zwischen repräsentativer und funktionaler Raumgestaltung wird anhand von Magazin, Depot und Ausstellungsraum untersucht. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei immer auch dem Phänomen des Sammlungsraums auf der Ebene ästhetischer Imagination.

Die Summer School verbindet Seminare, Vorträge und Exkursionen mit der Möglichkeit eigenständiger Forschung. Sie wird im Rahmen des 2013 gegründeten Forschungsverbunds Marbach Weimar Wolfenbüttel (MWW) ausgerichtet (www.mww-forschung.de). Die Finanzierung erfolgt durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Einblicke in die Sammlungen der Klassik Stiftung Weimar bietet die Internetseite www.klassik-stiftung.de/sammlungen/.

In Hinblick auf die aktuelle Pandemie des Virus' COVID-19 werden für die Planungen die aktuell geltenden Hygiene- und Abstandsregeln berücksichtigt. Sollte es die Situation erfordern, kann darüber hinaus ein Teil der Summer School digital realisiert werden. Hier behält sich die Summer School eine Anpassung an die Situation im August 2021 vor.

 

Bewerbung

Die Summer School bietet zwanzig Plätze für Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler aus aller Welt, die im Rahmen eines Motivationsschreibens ihr wissenschaftliches Interesse am Thema der Summer School darlegen. Das Angebot richtet sich vornehmlich an Doktorandinnen und Doktoranden der geistes- und kulturwissenschaftlichen Fächer sowie aller Studiengänge mit Sammlungsbezug. In Ausnahmefällen werden auch fortgeschrittene Master-Studierende berücksichtigt. Mindestens passive Deutschkenntnisse sind für die Teilnahme an der Summer School erforderlich. Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem außereuropäischen Ausland, die ein konkretes Forschungsinteresse an den Weimarer Sammlungen zu verfolgen beabsichtigen, können sich formlos um ein Stipendium für einen zusätzlichen einwöchigen Archivaufenthalt im Anschluss an die Summer School bewerben

Die Bewerbung enthält:

  1. Formular im Bewerbungsportal (personenbezogene Daten)
  2. Motivationsschreiben
    (Darlegung des wissenschaftlichen Interesses am Thema der Summer School,
    max. 2 Seiten)
  3. Lebenslauf
  4. Kurze Darstellung des Dissertationsprojekts (max. 5 Seiten)
  5. Kopie des Abschlusszeugnisses
  6. Universitäres Empfehlungsschreiben
  7. Ggf. formloser Antrag auf einwöchigen Archivaufenthalt nach der Summer School

 

Bewerbungsfrist

Die Bewerbungsfrist endet am 31. März 2021. Bewerbungen bitte ausschließlich über das Bewerbungsportal einreichen. Den Link finden Sie auf der Internetseite des Forschungsverbunds unter:
Link zum Bewerbungsportal

Bewerbungen per Post oder E-Mail werden nicht berücksichtigt.

Die Benachrichtigungen erfolgen bis Ende April 2021. Internationale Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten eine Einladung, die bei der Beantragung des Visums eingereicht werden kann.

Ein Rechtsanspruch auf Teilnahme besteht nicht.

 

Unterbringung / Reisekosten

Die Unterbringung in Weimar ist für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kostenfrei.

Die Reisekosten werden nach den Pauschalen des DAAD erstattet.

 

Teilnahmegebühr

Es wird eine Teilnahmegebühr in Höhe von 300 EUR erhoben. In begründeten Ausnahmefällen und bei Vorlage eines formlosen Antrags besteht die Möglichkeit, von der Teilnahmegebühr befreit zu werden.

 

Kontakt

Sophia Dietrich-Häfner

Koordination Forschungsverbund MWW / Klassik Stiftung Weimar

sophia.dietrich-haefner@mww-forschung.de
sophia.dietrich-haefner@klassik-stiftung.de