Künstlerbuchpreis || HAB

Die internationale Ausschreibung richtet sich sowohl an etablierte Buchkünstler*innen als auch den künstlerischen Nachwuchs, und lädt dazu ein, ein Konzept für ein Künstlerbuch einzureichen, das aus den Beständen oder Themen der Herzog August Bibliothek inspiriert ist. Die Entscheidung über die Vergabe des Preises erfolgt durch eine Jury, der folgende Personen angehören:

  • Prof. Dr. Peter Burschel, Wolfenbüttel (Direktor der Herzog August Bibliothek)
  • Nikoline Kästner, Staufen (Papierrestauratorin)
  • Dr. Johannes Mangei, Wolfenbüttel (stv. Direktor der Herzog August Bibliothek)
  • Manja Puschnerus, Wolfenbüttel (Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Curt Mast Jägermeister-Stiftung)
  • Dr. Sabine Solf, Wolfenbüttel (Vorsitzende der Jury)
  • Dr. Stefan Soltek, Offenbach (Leiter Klingspor Museum)

 

Der Künstlerbuchpreis ist mit 6.000 EUR dotiert und der Möglichkeit eines vierwöchigen Forschungsaufenthalts an der Herzog August Bibliothek verbunden. Das neue Künstlerbuch, das im Laufe eines Jahres entstehen soll, wird bei einer offiziellen Preisverleihung zur Ehrung des prämierten Künstlers / der prämierten Künstlerin der Öffentlichkeit präsentiert.

Die Preisträger*innen:

2018: Hyewon Jang, Halle, "Ordnung im Wissen - Zusammenfluss der Bestände"

2019: Marshall Weber, New York, "The Wolfenbüttel People’s Library". Ein Interview mit dem Preisträger finden Sie in unserem HABlog.

2020: Ulrike Stoltz, Berlin, "Caro Giordano. Eine Spurensuche"

Born in the USA || HAB

Das Klingspor Museum Offenbach zeigt in Kooperation mit der Herzog August Bibliothek ausgesuchte Werke, die einen Überblick über die 15jährige Förderung des Künstlerbuchs durch die CODEX Foundation geben. Es kommen Künstlerinnen und Künstler zur Geltung, deren Bücher auf den CODEX Buchmessen präsentiert wurden und die das Genre des Künstlerbuchs vielgestaltig repräsentieren.

Was ist ein Künstlerbuch? Was kann es vermitteln? Welche Mittel der konzeptionellen Vor- und der materialen Aufbereitung sind es, die das Format „Gebundenes Buch“ bereithält? Fragen an das Künstlerbuch stellen sich erfahrungsgemäß von Jahrzehnt zu Jahrzehnt neu. Die enorme Vielfalt der Ansätze und Absichten macht es so verlockend, die Gattung des Künstlerbuchs immer aufs Neue zu erkunden. Die Ausstellung bietet die besondere Chance der Korrespondenz.

 

Es laden ein:

Dr. Felix Schwenke, Oberbürgermeister der Stadt Offenbach am Main

Prof. Dr. Peter Burschel, Direktor der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel

Dr. Stefan Soltek, Leiter des Klingspor Museums Offenbach am Main


Programm:

Freitag, 12. März, 15 Uhr
Künstlerbuch – und was geht das mich an?
Anstelle von einer Eröffnung interviewen Martina Weiß und Stefan Soltek Protagonisten. Wir hoffen auf: Susanne Padberg, Galeristin in Wien, Riccarda Rau, Buchbinderin in Darmstadt, und Monika Jäger, Buchkünstlerin und Doktorantin im Bereich Künstlerbuch

Sonntag 21. März, 18 Uhr
Friedrich Hölderlin, 250. Geburtstag
Erstvorführung des Films zur Künstlerbuch-Ausstellung

Freitag, 7. Mai, 14 Uhr
Diskussion über aktuelle Buchkunst mit: Elke Purpus
Kunst-und Museumsbibliothek Köln, Stephanie Jacobs
Buch- und Schriftmuseum Leipzig, Peter Burschel Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel


Öffnungszeiten

Di, Do, Fr 13 bis 18 Uhr,
Mi 14 bis 19 Uhr, Sa, So,
feiertags 11 bis 18 Uhr, 10.4.,
1.5.,28.5., 29.5. geschlossen

Klingspor Museum Offenbach
Herrnstraße 8, Büsing Palais
63065 Offenbach am Main
Telefon: 069/ 8065 - 2164  und - 2954
E-Mail: klingspormuseum@offenbach.de
www.klingspormuseum.de


Bitte beachten Sie, dass die Teilnahme von den zum Zeitpunkt der Veranstaltung gültigen Corona-Regeln abhängt. Wir versuchen, jede Veranstaltung live oder zeitversetzt im Internet anzubieten.

Orientieren Sie sich rechtzeitig auf unserer Homepage www.klingspormuseum.de oder informieren Sie sich unter Telefon: 069/80 652 164 wie einzelne Veranstaltungen besucht werden können. So erhalten Sie die erforderlichen links zur Internet-Teilnahme.


© Abbildung: Gestaltung: Uwe Loesch Bildmotiv: Victoria Bean, Helvetica Poems, 2008

Türen auf im Lessinghaus! || HAB

Eine Anmeldung und Terminabsprache ist erforderlich:  Telefonisch unter: 05331 / 808-203 oder per E-Mail an: kulturprg@hab.de. Der Eintritt ist für alle reduziert auf 3 Euro.

Im ehemaligen Wohnhaus von Gotthold Ephraim Lessing (1729–1781) können sich Besucher*innen auf die Spuren des Dichters, Kritikers, Dramaturgen und Gelehrten begeben. Die Dauerausstellung „Lessings Leben und Werk in Wolfenbüttel“ erzählt von seiner Zeit als Bibliothekar der Wolfenbütteler Bibliothek. Sie stellt die letzten Jahre seines Schaffens in den Kontext seines Lebens und seiner Zeit.

Wie bei allen Maßnahmen zur Eingrenzung des Corona-Virus hat der gesundheitliche Schutz der Mitarbeiter*innen und Besucher*innen auch bei der Wiedereröffnung des Lessinghauses höchste Priorität. Die Einhaltung von Abstandsregeln und das Tragen von eigenen medizinischen oder FFP2-Masken ist während des gesamten Aufenthalts im Museum notwendig.

Weitere Informationen unter www.hab.de und Tel.: 05331 / 808-203

„Herzog VR August“ – Everybody‘s Darling beim Kultur-Hackathon Coding da Vinci || HAB

Als besonderes Feature kann das Bücherrad mit dem von Herzog August persönlich angelegten Katalog gedreht werden. Eine einmalige Gelegenheit, denn das Bücherrad darf in Wirklichkeit noch nicht einmal berührt werden.

Im Fokus des Entwicklerteams aus Erik Bänder, Malte Meiling, Birte Brinkmann, André Klingspohn, Theo Kircher und Jan Bänder standen Möglichkeiten zur Interaktion der Nutzer*innen im  virtuellen Raum. Dabei war die intuitive Handhabung entscheidend für das Gefühl von Realität. An ein Regal herantreten, ein Buch ausheben, darin blättern, es drehen und wenden, ohne zuvor komplizierte Tastenkombination zu erlernen, das ist dem Team besonders gut gelungen. Die alltäglichen Erfahrungen werden in den virtuellen Raum übertragen, in dem sich selbst große Folianten beim Blättern so verhalten, wie wir es in der Wirklichkeit erwarten.

„Wir erwecken die Herzog August Bibliothek zum virtuellen Leben. Das Bücherrad darf dort zwar nicht angefasst werden, aber wir wollen am Rad drehen!“ (Hacker*innen-Team)

Bei dem Coding da Vinci Kulturhackaton in Niedersachsen 2020 stellten Johannes Mangei, Leiter der Abteilung Neuere Medien, Digitale Bibliothek, und Torsten Schaßan, Handschriften und Sondersammlungen, das Datenset zum Bücherrad-Katalog Herzog Augusts vor. Dazu gehörten die Bilder der digitalisierten Kataloge (6 Bände, zusammen über 7.000 Seiten), die Metadaten zu den Katalogen, eine Transkription der Anmerkungen und Verweise innerhalb des ersten Bandes in tabellarischer Form sowie  einen Auszug aus dem OPAC mit den Titeln der August-Sammlung.

Der Bücherradkatalog eröffnet einen Zugang zur „Bibliotheca Augusta“, der größten Büchersammlung des 17. Jahrhunderts in Deutschland, mit ca. 135.000 Titel in ca. 35.000 Bänden. Der Katalog stellt eine Kombination von Standortkatalog und Akzessionsverzeichnis dar. Er umfasst insgesamt 7.121 Seiten, deren Zählung über die Bandgrenzen fortgeführt ist. Den größten Teil der Aufnahmen hat Herzog August selbst angefertigt. Von besonderem Interesse sind die häufig vorkommenden Anmerkungen und Querverweise zu anderen Einträgen im Katalog. Aus diesen ergibt sich ein Netzwerk der Quellen in der Sammlung.

Auf der Projektseite von „Herzog VR August“ befindet sich neben dem Quellcode und einem fertigen Release auch eine Projektpräsentation in Form eines Videos. Links:

 

Seit 2014 vernetzt Coding da Vinci, der Kulturhackathon, Kultur- und Technikwelten miteinander und zeigt, welche überraschenden Möglichkeiten in offenen Kulturdaten stecken. In einer mehrwöchigen Sprintphase entwickeln Teams aus Hacker*innen gemeinsam mit Kulturinstitutionen funktionierende Prototypen z.B. für Apps, Webseiten, Datenvisualisierungen, Spiele oder interaktive Installationen, die überraschende und inspirierende Wege zeigen, wie Sammlungsobjekte von Institutionen auf neue Weisen vermittelt und genutzt werden können (Coding da Vinci).

Klosterreform im Gebetbuch? || HAB

Die von der Devotio moderna beeinflusste Klosterreform erfasste viele (Frauen)konvente im norddeutschen Raum. Oft gegen erhebliche Widerstände durchgesetzt, zielte sie auf strenge Klausur, Befolgung der Regularien und Durchführung einer ordnungsgemäßen Liturgie. Die Reformer veranlassten eine umgehende Überarbeitung oder Neuanfertigung aller für die klösterliche Liturgie notwendigen Handschriften – ein Vorgang, der alle Kräfte eines Skriptoriums beschäftigte.

 

Was geschah während der Klosterreform mit den privaten Gebetbüchern der Nonnen – Handschriften, die allenfalls liturgiebegleitend waren? Wie wirkte sich in ihnen die Reform aus? Diese Frage schien in der Forschung anhand eines exzeptionellen Gebetbuchs beantwortet zu sein, das als „Mustergebetbuch“ für die Klosterreform bezeichnet wurde. Ob diese These zutrifft oder ob es sich vielmehr ganz anders verhalten hat, soll in diesem Werkstattgespräch diskutiert werden.

 

PD Dr. Gia Toussaint bearbeitet an der Herzog August Bibliothek das DFG-Projekt zum Thema „Private Gebetbücher aus niedersächsischen Frauenklöstern: Instrument und Interaktion“.

 

Die Veranstaltung findet digital statt. Der Link ist auf Anfrage bei Sandra Ullmann, E-Mail: ullmann@hab.de, erhältlich.

Stipendiat*in: Wenrui Zhao || HAB

Dissecting Sight: Eye Surgery and Vision in Early Modern Europe My project investigates the ways in which the eye was studied, eye diseases were treated, and the knowledge of the eye was transmitted during the sixteenth and seventeenth centuries in Europe, in particular, the German speaking lands. From the late sixteenth century onwards, an increasing […]