Arbeitsplätze ausschließlich für Studierende der JGU || UB Mainz – Gut zu wissen

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Arbeitsplätze ausschließlich für Studierende der JGU

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smohr Fr, 07.08.2020 - 09:32

Schlaglicht: Zum Umgang mit historischen Druckplatten aus Eisen || blog.arthistoricum.net

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Christoph Bockstorffer: Herr und Dame zu Pferde. Radierung, 1531, Eisenplatte und Abzüge. Staatsbibliothek Bamberg, Signatur: Kupferplatte 28 (Foto und Montage: Gerald Raab)
Christoph Bockstorffer: Herr und Dame zu Pferde. Radierung, 1531, Eisenplatte und Abzüge. Staatsbibliothek Bamberg, Signatur: Kupferplatte 28 (Foto und Montage: Gerald Raab)

Aus dem Nachlass des Kunstgelehrten und -sammlers Joseph Heller (1798–1849) bereichern mehr als zwei Dutzend Druckplatten des 16. bis 19. Jahrhunderts den Bestand der Staatsbibliothek Bamberg. Neben Auftragsarbeiten, die der Illustration seiner zahlreichen Publikationen dienten, konnte Heller historische Druckformen namhafter Künstler erwerben, darunter fünf geätzte Eisenplatten aus den ersten Dekaden des 16. Jahrhunderts. Vier dieser frühen Zeugnisse der Ätzradierung stammen aus der Werkstatt des Augsburger Waffenätzers Daniel Hopfer (1470–1536), der gemeinhin als Erfinder der Technik gilt. Eine weitere hat Albrecht Dürer (1471–1528) eigenhändig bearbeitet, der nachweislich nur sechs Mal in seinem Gesamtwerk mit der Technik experimentierte. 

 

Dass sich die handwerklich-kunstvollen Matrizen erhalten haben, belegt eindrücklich ein wiederholt aufkeimendes Interesse seitens des Sammlertums. Dieses hatte nur zum Teil reinen Liebhaber-Charakter: Über Jahrhunderte, noch lange nach dem Tod des jeweiligen Künstlers, wurden die Platten abgezogen und ihre „neueren” Abzüge getauscht, verschenkt, aber auch veräußert. 

Für zahlreiche Platten aus der Werkstatt Hopfers lassen sich verschiedene Druckkampagnen fassen: Im 17. Jahrhundert kaufte der Nürnberger Verleger David Funck (1642–1709) 230 der Hopfer’schen Platten, nummerierte sie und verbreitete Abzüge in unbekannter Auflage (vgl. Jäck/ Heller 1822, S. 95). Ein knappes Jahrhundert später erwarb der Frankfurter Kunsthändler Carl Wilhelm Silberberg (1757–1824) ein Konvolut von 92 der Hopfer-Platten, ließ sie reinigen und 1802 in einer limitierten Auflage von 60 Exemplaren unter dem Titel Opera Hopferiana in Buchform drucken. Die Reinigung begünstigte das Erscheinungsbild der Abzüge auffallend. Soweit Heller private Besitzer von Druckplatten ausmachen konnte, bat er diese um Abzüge. Am 15. Juni 1821 schrieb er bezüglich Dürers 1515 radierter Platte Christus am Ölbergnach Innsbruck: 

 

Angenehm wäre es mir, wenn ich davon einige neue Abdrücke erhalten könnte.

(vgl. Brief von Heller an Pfaundler, dat. 15.06.1821)

 

Hatte er wiederum selbst Druckformen in seinem Besitz, gab er Abzüge in Auftrag. Hieronymus Hopfers (1500–1563) Kopie der Geburt Christi ließ er 1846 von Carl Mayer (1798–1868) in Nürnberg fünfzigmal abziehen (vgl. Bamberg, Staatsarchiv, Nachlassakten, Nr. 2335/I, Bl. 111v). Ein Inventar, das nach Hellers Tod von seinen Sammlungen erstellt wurde, belegt die Auflagenhöhen noch Jahrhunderte nach Vollendung der Platten. Von der „Geburt Christi” gingen 81, von Dürers „Christus am Ölberg” sogar 138 Abzüge gemeinsam mit den Druckformen aus Hellers Nachlass in den Bestand der damals noch Königlichen Bibliothek Bamberg über (vgl. Heller'sches Kupferstich-Verzeichniß, Bamberg 1850, Bl. 63r). In Joseph Meders (1857–1934) „Dürer-Katalog”, der noch heute für eine relative Chronologie der Druckzustände herangezogen wird, sind die durch den Innsbrucker Johann Georg Schaedler (1777–1866) und Heller als Besitzer der Dürer-Platte erfolgten Drucke nicht einmal erwähnt (vgl Meder 1932 74.19). Einer fast ein Kilogramm schweren Eisenplatte, die Christoph Bockstorffer (1480–1553) im Jahr 1531 als Illustration zu den Sprüchen Salomos radierte (Signatur: Kupferplatte 28 der Staatsbibliothek Bamberg), sind noch heute 85 Abzüge ohne Inventarnummer beigeordnet, die wohl aus unterschiedlichen Druckkampagnen stammen. In seinem 1858 erschienenen Monogrammen-Lexikon hatte Georg Kaspar Nagler (1801–1866) bereits zu dieser Eisenradierung aus der Hopfer-Werkstatt resümiert: 

 

Dieses Blatt ist im ersten, vollkommenen Abdrucke sehr selten. Es gibt aber auch gute neuere Abdrücke.

(vgl. Nagler Monogrammisten I.959.2294)

 

Betrachtet man insgesamt die Summe der nachweisbar über Jahrhunderte zusammengekommenen Exemplare, so scheint der in der Forschung dogmatisch wiederholte 'rapide Qualitätsverlust' der Radierung bereits ab 100 Abzügen eine durchgängige Verwendung keineswegs ausgebremst zu haben. Um die Platten derart häufig abzuziehen, muss das korrosionsempfindliche Eisen bereits vor der Möglichkeit einer galvanischen Verstählung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entsprechend behandelt worden sein. Die überlieferten historischen Druckplatten sind allerdings bislang noch nicht hinreichend untersucht, die Text- und Bildquellen zum Umgang mit ihnen noch nicht systematisch ausgewertet worden.

 

 

Kontakt
Dr. Franziska Ehrl
Universitätsbibliothek Heidelberg

Die Frau, die den Naturalismus nach Spanien brachte || FID IAI

Freitag , 7, August 2020 Kommentare deaktiviert für Die Frau, die den Naturalismus nach Spanien brachte || FID IAI
Anfang des Jahres jährte sich der Todestag des Autors Benito Pérez Galdós (1843-1920) zum 100. Mal, weswegen – trotz aller bizarren Entwicklungen, die 2020 bisher zu bieten hatte – in ganz Spanien an einen der berühmtesten Vertreter des spanischen Realismus erinnert wird. Erst in den 1970er Jahren, als seine Korrespondenz mit Emilia Pardo Bazán veröffentlicht […]

Forschungsdaten in den Asienwissenschaften: NFDI Konsortium Text+ bittet um Ihre Mithilfe || Aktuelles – CrossAsia

Freitag , 7, August 2020 Kommentare deaktiviert für Forschungsdaten in den Asienwissenschaften: NFDI Konsortium Text+ bittet um Ihre Mithilfe || Aktuelles – CrossAsia

Im Zuge der Vorbereitungen zur Einreichung eines Förderantrags in der zweiten NFDI-Runde bittet das Forschungsdaten-Konsortium Text+ mit zwei Aufrufen um Mithilfe aus den geisteswissenschaftlichen Communities. Ziel ist, die Bedarfe und verschiedenen Nutzungsszenarien in den unterschiedlichen Disziplinen zu ermitteln, sodass diese repräsentativ in den Antrag und die Überlegungen zu einer Forschungsdateninfrastruktur einfließen können.

Als FID Asien unterstützen wir diese zwei Aufrufe zur Beteiligung und würden uns freuen, wenn Sie Ihre Erfahrungen, Forschungsfragen, Bedarfe sowie beispielhafte Datensets aus den drei Datendomänen digitale Sammlungen, lexikalische Ressourcen und Editionen bei Text+ einreichen. Gerade vor dem Hintergrund der vielfältigen Daten in den Sprachen und Schriften Asiens in unseren wissenschaftlichen Projekten sollten diese Beiträge für das Konsortium von besonderem Interesse sein.

Call for User Stories: Sammlung konkreter Bedarfe aus der Text+-Community

Einreichen von Forschungsdaten: Angebote für Forschungsdaten zur Integration im Rahmen von Text+

Die Einreichungsfrist ist der 16. August 2020.

 

 

Der Beitrag Forschungsdaten in den Asienwissenschaften: NFDI Konsortium Text+ bittet um Ihre Mithilfe erschien zuerst auf CrossAsia.

Von NEBIS zu SLSP || RWI Bibliotheksblog

Freitag , 7, August 2020 Kommentare deaktiviert für Von NEBIS zu SLSP || RWI Bibliotheksblog
Wie Sie bereits in der NZZ Ausgabe vom 25. Juli 2020 vernehmen konnten, es geht um den Artikel «Fast die ganze Schweiz wird zu einer Bibliothek», steht uns ein grosser Systemwechsel bevor. Eine erste spürbare Veränderung betrifft nun auch unsere Benutzenden: Vorübergehend werden ab Ende Juli 2020 die Inhaltsverzeichnisse unserer Bücher nicht mehr gescannt. Im … Von NEBIS zu SLSP weiterlesen

Kreis Höxter: Interaktive Karte zeigt Büchereien an || Fachstelle Öffentliche Bibliotheken NRW

Freitag , 7, August 2020 Kommentare deaktiviert für Kreis Höxter: Interaktive Karte zeigt Büchereien an || Fachstelle Öffentliche Bibliotheken NRW
Die Abteilung Bildung und Integration im Kreis Höxter hat zusammen mit dem Geoinformationsservice eine interaktive Karte erstellt. Auf der Karte sind aktuell 30 öffentliche und katholische Büchereien verzeichnet. Durch einen Klick auf die Webseite des Kreises Höxter sehen Nutzer dann nicht nur, wo die nächste… Read More

Geowissenschaftliche Bibliothek nun auch für externe Nutzer*innen geöffnet || biblioblog

Donnerstag , 6, August 2020 Kommentare deaktiviert für Geowissenschaftliche Bibliothek nun auch für externe Nutzer*innen geöffnet || biblioblog

(See below for the English translation)

Seit dem 6. August 2020 bietet die Geowissenschaftliche Bibliothek die kontaktarme Ausleihe auch für externe Nutzerinnen und Nutzer an (Öffnungszeiten: Mo-Do jeweils 10-16 Uhr). Die bisherige Einschränkung auf FU-Angehörige entfällt. Die Anmeldung neuer Nutzerinnen und Nutzer ist ebenfalls möglich. Bitte beachten Sie dabei die Informationen der Bibliothek zur kontaktarmen Ausleihe.

Nach der Universitätsbibliothek, der Wirtschaftswissenschaftlichen Bibliothek, der Bibliothek für Sozialwissenschaften und Osteuropastudien und der Veterinärmedizinischen Bibliothek sind mittlerweile fünf Standorte für externe Nutzerinnen und Nutzer geöffnet. Einen Überblick zur Wiedereröffnung der Ausleihe in den FU-Bibliotheken finden Sie hier. Weitere Bibliotheken sollen folgen!

Since 6 August 2020 the Earth Sciences Library is open to all patrons and is no longer limited to FU members (opening hours: Monday-Thursday 10-16 h). Beside the circulation of books also the registration of new patrons is possible. Please note the additional information of the library about the current circulation service (in German).

It’s the fifth library at FU Berlin to do so, after the University Library, the Library of Economics, the Library of Social Sciences and East European Studies and the Veterinary Library. More information on lending services reopening you can finde here. Other FU libraries will follow suit!

Stellungnahme des VDB zu Urheberrechtskonsultation || VDBlog

Donnerstag , 6, August 2020 Kommentare deaktiviert für Stellungnahme des VDB zu Urheberrechtskonsultation || VDBlog

Das Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) hat einen Diskussionsentwurf für ein Zweites Gesetz zur Anpassung des Urheberrechts an die Erfordernisse des digitalen Binnenmarkts vorgelegt. Der Entwurf regelt die Verantwortlichkeit von Plattformen und setzt damit Artikel 17 (ehemals Artikel 13) der Richtlinie (EU) 2019/790 über das Urheberrecht im digitalen Binnenmarkt (DSM-RL) um. Der Diskussionsentwurf enthält außerdem Regelungen für kollektive Lizenzen mit erweiterter Wirkung und Anpassungen im Urhebervertragsrecht, setzt die Online-SatCab-RL um und enthält zahlreiche weitere Änderungen, u.a. eine neue gesetzliche Erlaubnis für Karikaturen, Parodien und Pastiches.

Der VDB hat zum Diskussionsentwurf im Rahmen einer öffentlichen Konsultation eine Stellungnahme abgegeben, in der er sich für Verwaltungsvereinfachungen bei der Digitalisierung nicht verfügbarer Werke einsetzt. Daneben hat der VDB dringend notwendige Reformen zur Verbesserung der digitalen Medienversorgung für die Online-Lehre sowie die Entfristung der Neuregelungen des Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetzes gefordert.

Bibliotheksdienstleister ekz übernimmt Borro Medien || Fachstelle Öffentliche Bibliotheken NRW

Donnerstag , 6, August 2020 Kommentare deaktiviert für Bibliotheksdienstleister ekz übernimmt Borro Medien || Fachstelle Öffentliche Bibliotheken NRW
Der Bibliotheksdienstleister ekz hat zum 3. August Borro Medien von der Bonifatius GmbH übernommen. Als Dienstleister ist Borro Medien auf den Vertrieb von Medien für Katholische öffentliche Büchereien außerhalb Bayerns spezialisiert. Borro Medien wird mitsamt seiner Belegschaft.unter dem Dach der ekz als eigenständige Firma am… Read More

Neu: Online-Ausgabe „Grundriss der Geschichte der Philosophie“ || Aktuelle Meldungen der UB

Donnerstag , 6, August 2020 Kommentare deaktiviert für Neu: Online-Ausgabe „Grundriss der Geschichte der Philosophie“ || Aktuelle Meldungen der UB
Das Standardwerk zur Philosophiegeschichte ist jetzt elektronisch verfügbar