Achtung: Index! Deutschsprachige theologische Literatur des Index librorum prohi-bitorum in der Erzbischöflichen Diözesan- und Dombibliothek Köln. Eine Bestandsaufnahme mit Überlegungen zu ihrer Nachnutzung || MALIS-Projekteblog

von Benjamin Heu Untersuchungen zur Rezeptionsgeschichte des berühmten Index librorum prohibitorum, dem Verzeichnis der durch die Katholische Kirche verbotenen Bücher, gibt es kaum. Ein Schritt zur Erforschung der Rezeption an kirchlichen Bibliotheken wurde im Rahmen eines mehrmonatigen MALIS-Projektes unternommen.   Woher wussten Nutzende oder Bibliotheksmitarbeitende, dass ein Buch indiziert ist? Durch eine Recherche im Zettelkatalog oder einen Bucheintrag? Und welche indizierte Literatur wurde überhaupt in der jeweiligen Sammlung vorgehalten?Wie das an dieser Stelle herangezogene Beispiel der Kölner Diözesan- und Dombibliothek zeigt, ist eine Beantwortung dieser Fragen komplexer als gedacht. Für das Projekt wurden daher mehrere Einschränkungen vorgenommen und folgende Leitfragen formuliert: Welche deutschsprachigen theologischen Werke finden sich in zeitgenössischen Ausgaben … Achtung: Index! Deutschsprachige theologische Literatur des Index librorum prohi-bitorum in der Erzbischöflichen Diözesan- und Dombibliothek Köln. Eine Bestandsaufnahme mit Überlegungen zu ihrer Nachnutzung weiterlesen

Bildung für nachhaltige Entwicklung und Inklusion: ein unerreichbares Ziel? || Projekte-Blog

Von Aurélien Jarry Die Stadtbibliothek Neuss bietet als außerschulischer Lernort Führungen und Workshops an, die Informations- und Medienkompetenz fördern. Dieser Beitrag stellt ein Projekt vor, das zur Weiterentwicklung des pädagogischen Angebots durchgeführt wurde. Ziel war es zu überprüfen, ob bestehende Formate im Sinne von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) überarbeitet werden können. Insbesondere sollte geprüft werden, wie man bei Führungen der steigenden Heterogenität der Zielgruppen gerechter werden kann, ohne vorhandene personelle Ressourcen unnötig zu belasten. Ein beliebtes Format auf dem Prüfstand Als Testobjekt wurde ein Format gewählt, das lange im Portfolio der Stadtbibliothek Neuss und immer noch beliebt ist: die „Klassische Führung“. Sie bietet eine Einführung für Schulklassen der Grund- … Bildung für nachhaltige Entwicklung und Inklusion: ein unerreichbares Ziel? weiterlesen

Zielgruppenorientierte Vermittlung von Persistenten Identifiern || Projekte-Blog

von Alina Mertens Persistente Identifier sind für die Forschungswelt unabdingbar geworden, aber wie vermittelt man das einem breiten Publikum? Ich habe zwei unterschiedliche Formate gewählt, die auch jeweils unterschiedliche Zielgruppen ansprechen sollen. Eines analog, eines digital. Am Samstag, den 4. Mai 2024 wurde die Stadt Augsburg „zum Hörsaal“ – so berichteten es zumindest viele Medien. An diesem Abend fand in der Innenstadt nämlich zum zweiten Mal die Lange Nacht der Wissenschaft statt. Eine Veranstaltung, bei der die Technische Hochschule Augsburg und die Universität Augsburg Wissenschaft zum Mitmachen und Reinschnuppern anbieten. Die Bibliothek war zum zweiten Mal mit zwei Mitarbeiterinnen dabei, um der interessierten Stadtbevölkerung (vorrangig Familien mit Kindern) Persistente Identifier … Zielgruppenorientierte Vermittlung von Persistenten Identifiern weiterlesen

Gestohlene Geschichte(n) – ein wiederholbares Vermittlungskonzept zu NS-Raubgut für die ULB Darmstadt || Projekte-Blog

von Ellen Wendel 79 Jahre nach dem Ende der NS-Diktatur sind Beweise für nationalsozialistische Verbrechen in deutschen Bibliotheksregalen aufspürbar. Alltagsobjekte wie Bücher sind stille Zeugen des organisierten NS-Kulturgutraubs. Ihre Eigentümer*innen, Privatpersonen wie Institutionen, wurden aus rassistischen, politischen, religiösen oder weltanschaulichen Gründen verfolgt, verboten oder teilweise systematisch ermordet. Mit der Verabschiedung der Washingtoner Prinzipien und der gemeinsamen Erklärung 1999 verpflichteten sich deutsche Gedächtnisinstitutionen, ihre Bestände auf NS-Raubgut hin zu überprüfen. Identifizierte Objekte sollen an die Verfolgten oder ihre Erb*innen restituiert werden oder es soll mit ihnen nach gerechten und fairen Lösungen gesucht werden. Bis auf wenige Ausnahmen erfolgen diese Bemühungen als zeitlich begrenzte Drittmittelprojekte. Die Gefahr ist groß, dass Bibliotheken die … Gestohlene Geschichte(n) – ein wiederholbares Vermittlungskonzept zu NS-Raubgut für die ULB Darmstadt weiterlesen

Wissenstransfer in Bibliotheken – Wie bleibt Wissen in meiner Einrichtung? || Projekte-Blog

von Friederike Luce Bibliotheksmitarbeiter*innen verlassen nach vielen Dienstjahren die Einrichtung in Richtung Ruhestand – aber wie bleibt ihr Wissen erhalten? Mit welchen Methoden und Werkzeugen lässt sich das oft über Jahrzehnte gewachsene Fach- und Erfahrungswissen der „von Board“ gehenden Mitarbeitenden dokumentieren und nachnutzbar machen, damit es der Einrichtung nicht verloren geht? Dem Aspekt der Wissenssicherung innerhalb des gesamten Offboarding-Prozesses widmet sich dieses Projekt. Sowohl Fachkräftemangel als auch der demographische Wandel stellen viele Einrichtungen vor Herausforderungen. Umso sinnvoller erscheint ein geregeltes Offboarding-Verfahren, das einen besonderen Schwerpunkt auf Dokumentation und Erhalt des Wissens der gehenden Person legt. Tritt ein*e Mitarbeiter*in aus der Organisation aus, nimmt er*sie sowohl Fach- als auch Erfahrungswissen mit. … Wissenstransfer in Bibliotheken – Wie bleibt Wissen in meiner Einrichtung? weiterlesen

Von Take-away zu Take-a-Seat: Die Sichtbarmachung der Bibliothek des Bundesministeriums für Bildung und Forschung mithilfe einer digitalen Rundführung || Projekte-Blog

von Jasmin Hoffmann Leere Arbeitsplätze, Zeitungen, die niemand liest und Ausleihen, die über die Hauspost in Büros versendet werden: Die Bibliothek des Bundesministeriums für Bildung und Forschung wirkt verwaist. Durch die Corona-Pandemie musste der Betrieb der Bibliothek angepasst werden, um eine kontaktlose Ausleihe zu ermöglichen. Die Konsequenz ist seit der Aufnahme des Regelbetriebs sichtbar. Die Bibliothek wird nicht mehr als lebendiger Ort wahrgenommen, sondern hauptsächlich als Lieferservice. Das durchgeführte Projekt will dieser Entwicklung entgegenwirken. Der Inhalt des Projekts ist die Erstellung einer digitalen Rundführung, die mehreren Zielen dient. Sie soll dazu beitragen, dass der Bonner Bibliotheksstandort wieder vermehrt genutzt wird, indem sie die Bibliothek als attraktiven Aufenthaltsort in Szene setzt. … Von Take-away zu Take-a-Seat: Die Sichtbarmachung der Bibliothek des Bundesministeriums für Bildung und Forschung mithilfe einer digitalen Rundführung weiterlesen

Quereinstieg in das Bibliothekswesen – Chancen, Risiken und Grenzen || Projekte-Blog

von Simon Tretter Um den Herausforderungen des demographischen Wandels besser begegnen zu können, greifen Wissenschaftliche Bibliotheken zunehmend auch auf Quereinsteiger zurück. Wie eine innerbetriebliche bibliothekarische Nachqualifizierung nach modernen Onboarding-Methoden ablaufen kann, habe ich in meinem Projekt eruiert und getestet. In Zeiten, in denen es auch Wissenschaftlichen Bibliotheken immer schwerer fällt, ihre Stellen mit qualifiziertem Fachpersonal zu besetzen oder sich gezielt Fachkenntnisse zu sichern, ist es sinnvoll, das Berufsfeld für gut ausgebildete Bewerber aus der Wissenschaft attraktiv zu gestalten. Vielfach wird hierzu eine Kombination von bibliothekarischen mit nichtbibliothekarischen Stellenanteilen angeboten. Die Entscheidung für einen Quereinsteiger birgt allerdings die Notwendigkeit, dem Neuankömmling die für den bibliothekarischen Teil unverzichtbaren Fachkenntnisse zu vermitteln. Allerdings … Quereinstieg in das Bibliothekswesen – Chancen, Risiken und Grenzen weiterlesen

Digitalisierung historischer Fotozeitschriften: Projektmanagement und Strukturierung || Projekte-Blog

von Carlos Berbil Ceballos Das DFG-Projekt „Digitalisierung historischer Fotozeitschriften“ erfolgt in Kooperation zwischen der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln (USB Köln) und der Kunst- und Museumsbibliothek Köln (KMB). Sechs Monate nach meiner Einstellung als Projektmanager habe ich die Gelegenheit gehabt, dieses Praxisprojekt als Reflexionsprozess meiner Tätigkeit durchzuführen. So war das Ziel dieses Praxisprojektes die Analyse, Optimierung und Planung des fortlaufenden Digitalisierungsprojektes. Dafür habe ich mich auf vertraute, grundlegende Werkzeuge des Projektmanagements verlassen, und zwar Project Canvas, Gantt- und Prozessdiagramme. Es war beabsichtigt, nach der Planungsphase noch einige Optimierungsmaßnahmen als Teil dieses Praxisprojektes umzusetzen. Im Laufe der Zeit habe ich allerdings bemerkt, dass der Umfang zu groß geworden wäre. Deswegen wurde der … Digitalisierung historischer Fotozeitschriften: Projektmanagement und Strukturierung weiterlesen

UB-Schulungsangebot zum wissenschaftlichen Arbeiten und zur Plagiatsvermeidung (im Kontext von KI-gestützten Schreibtools) || Projekte-Blog

von Ronja Diganta In meinem Projekt ging es darum, ein Schulungsangebot im Bereich des wissenschaftlichen Arbeitens und der Plagiatsvermeidung (auch im Kontext von KI-gestützten Schreibtools) zu entwickeln und damit das bisherige Schulungsangebot der UB Siegen zu erweitern. Angeregt durch eine konkrete Anfrage des Sprachenzentrums bringt die Entwicklung eines solchen Angebots auch die Möglichkeit zu universitären Kooperationen und Austausch mit sich, und fördert die Rolle der wissenschaftlichen Bibliothek als Vermittlerin von Informationskompetenz. Ziel des Projektes war es, ein zweisprachiges Schulungsangebot sowohl in Präsenz als auch digital regelmäßig anzubieten. Das erste Zwischenziel war hierbei, das Schulungsangebot auf Englisch in Zusammenarbeit mit dem Sprachenzentrum im Rahmen dessen Kurses „Academic Writing“ als Präsenztermin anzubieten … UB-Schulungsangebot zum wissenschaftlichen Arbeiten und zur Plagiatsvermeidung (im Kontext von KI-gestützten Schreibtools) weiterlesen

Es gibt (k)ein Entkommen! Ein Workshop-Projekt zu digital gestützten Escape Rooms in Büchereien mit wenig Platz || Projekte-Blog

von Magdalena Kaluza „Wir wollen auch mal einen Escape Room selbst gestalten! Vielleicht einen zum Thema Mittelalter, oder Steinzeit!“ Mit diesem Wunsch traten die teilnehmenden Kinder nach der erfolgreichen Durchführung eines von mir für die Stadtbücherei Frankfurt entwickelten Escape Rooms an mich heran. Und diesen Wunsch griff ich auf – um ihn im Rahmen des Großen Projekts im Studiengang MALIS umzusetzen. Zielsetzung des Projekts war es also, ein Veranstaltungskonzept für die Stadtbücherei Frankfurt zu entwickeln, bei dem Kinder im Alter von 9 bis 12 das Format des Escape Rooms kennenlernen und sich mit Storytelling und dem Erfinden eigener Rätsel auseinandersetzen, um schließlich ihren eigenen Escape Room zu kreieren und umsetzen. … Es gibt (k)ein Entkommen! Ein Workshop-Projekt zu digital gestützten Escape Rooms in Büchereien mit wenig Platz weiterlesen