Objekt des Monats: Glasplattendia mit Reproduktion eines elektrophysiologischen Experiments || Aktuelles Alle Bibliotheken (RSS 2.0) - Universitätsbibliothek Wien

Guillaume-Benjamin Duchenne bei einem Elektrophysiologie-Experiment (zwischen 1852-1856) Vorlage: Frontispiz aus "Mécanisme de la physionomie humaine" von Guillaume-Benjamin Duchenne Diapositiv monochrom auf Glasplatte mit Deckglas (Rückseite), um 1940...

Die Sammlungen an der Universität Wien: Sammlungstagung 2022 || Aktuelles Alle Bibliotheken (RSS 2.0) - Universitätsbibliothek Wien

Seit Kurzem steht das Datum für die Sammlungstagung des kommenden Jahres fest: Sie wird von 06. - 08. Oktober 2022 an der Universität Wien stattfinden und in Kooperation mit der Gesellschaft für Universitätssammlungen organisiert. Am Programm wird bereits gearbeitet, Details werden so bald als möglich bekannt gegeben. Links: Gesellschaft für Universitätssammlungen  Sammlungstagung 2021 (Universität Marburg) 

Objekt des Monats: Gewöhnlicher Blutweiderich || Aktuelles Alle Bibliotheken (RSS 2.0) - Universitätsbibliothek Wien

Gewöhnlicher Blutweiderich (Lythrum salicaria) Pflanzenfamilie: Blutweiderichgewächse (Lythraceae) Wuchshöhe: bis zu 2,5 Meter Aus dem Botanischen Garten der Universität Wien Standort: Teichrand (Alpinum) und Systematischen Gruppe Der Gewöhnliche Blutweiderich (Lythrum salicaria) ist eine heimische Pflanzenart. Es handelt sich um eine ausdauernde Staude, die an Ufersäumen und Gräben, auf nassen Wiesen, in Niedermooren und Röhrichten in allen Bundesländern vorkommt. Seine natürliche Verbreitung reicht vom nordwestlichen Afrika über ganz Europa bis nach Ost-Asien. Von den insgesamt drei heimischen Blutweiderich-Arten ist er die häufigste Art. Weitaus seltener und sogar auf der Roten Liste der gefährdeten Pflanzenarten Österreichs sind die beiden Arten L. hyssopifolia und L. virgatum. Im Botanischen Garten der Universität Wien ist der Gewöhnliche Blutweiderich an zwei Stellen gepflanzt: am Teichrand im Alpinum sowie in der Systematischen Gruppe als Vertreter der Blutweiderichgewächse (Lythraceae). Diese beiden Standorte zeigen exemplarisch, dass der Gewöhnliche Blutweiderich in der Natur zwar fast ausschließlich in feuchten Lebensräumen vorkommt, in der Gartenkultur, in der die attraktive Art als Beetstaude verwendet wird, aber nicht sehr wählerisch ist. Er wächst im Prinzip in allen Gartenböden, solange sie nicht allzu trocken sind. Es gibt einige gärtnerische Auslesen, die sich v.a. in Höhe und Blütenfarbe (Intensität des rosa/purpurroten Farbtons) unterscheiden. Wenn der Gewöhnliche Blutweiderich seine leuchtend purpurroten Blüten öffnet, die in ährenförmigen Blütenständen angeordnet sind, wird er zu einem wahren Insektenmagnet. Die Blüten produzieren Nektar, der von verschiedenen Tagfalter-Arten gerne getrunken wird. Unabhängig von den Blüten ist der Gewöhnliche Blutweiderich auch für Raupen einiger Nachtfalter-Arten eine wichtige Futterpflanze. Auf der fünfteiligen Skala (0-4; 4 repräsentiert den höchsten Wert), die den Nektar- und Pollenwert von Pflanzenarten für Insekten angibt, hat der Gewöhnliche Blutweiderich den Nektar- und Pollenwert 3. Mindestens acht verschiedene Wildbienen-Arten sammeln am Gewöhnlichen Blutweiderich Pollen. Wertvoll ist in diesem Zusammenhang seine lange Blütezeit von ca. Juni bis September. Seit 1849 ist das Vorkommen des Gewöhnlichen Blutweiderichs in Nord-Amerika dokumentiert. Er kommt dort nicht ursprünglich vor. Vermutlich ist er als Insektenweide und als attraktive Gartenstaude eingeführt worden, auch Woll-Lieferungen sollen ein (unbewusster) Weg der Einfuhr gewesen sein. Einige Jahrzehnte führte er in Nord-Amerika ein eher unscheinbares Leben, bis er sich ab den 1930er Jahren immer rasanter ausbreitete und 1990 als invasive Art eingestuft wurde. Inzwischen zählt er dort zu „America’s least wanted – The dirty dozen“. Interessanterweise erreichen die Pflanzen in Nord-Amerika Höhen von bis zu 2,5 Meter, während er in Europa nur bis ca. 1,3 Meter hoch wird. Problematisch ist er in Nord-Amerika deswegen, weil durch sein massives Vorkommen in Feuchtgebieten seltene Pflanzenarten verdrängt werden und auch das Brutverhalten von Vogelarten beeinflusst wird. Ausstellungshinweis: Die Problematik des Blutweiderichs als invasive Art in Nord-Amerika wird in der Ausstellung „Neue Wilde – Globalisierung in der Pflanzenwelt“ thematisiert, die im Botanischen Garten der Universität Wien von 13.06.2021 bis 31.10.2021 zu sehen ist. Informationsseite zur Ausstellung „Neue Wilde – Globalisierung in der Pflanzenwelt“"  Flyer zur Ausstellung mit Ausstellungsplan (pdf)

Die Sammlungen an der Universität Wien: „Sensible Objekte – Sensible Daten“ – Projekt zu Herausforderungen bei der Digitalisierung sensibler Bestände gestartet || Aktuelles Alle Bibliotheken (RSS 2.0) - Universitätsbibliothek Wien

Um eine optimale und nachhaltige Nutzbarkeit bei der Digitalisierung von wissenschaftlichen Objektsammlungen zu gewährleisten, sollen Daten (Metadaten, Digitalisate und Volltexte) möglichst frei zur Verfügung stehen. Ein vollständiges Digitalisieren und zur Verfügung stellen von Objektdaten wirft jedoch bei bestimmten Sammlungen Fragen und Probleme auf. Dies betrifft insbesondere Sammlungen mit sensiblen Objekten, aber auch Sammlungen mit personenbezogenen Daten (u.a. persönliche Archive und Nachlässe) oder Bestände mit rassistischen, antisemitischen oder menschenverachtenden Inhalten. Das Projekt „Sensible Objekte – Sensible Daten“ hat sich zum Ziel gesetzt, mit der Digitalisierung sensibler und schwieriger Objekte verbundene Fragestellungen und Herausforderungen zu diskutieren und praktische Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Ziel des Projektes ist es, auf Grundlage eines interdisziplinären Austausches gemeinsame Kriterien und Konzepte für den Umgang mit sensiblen Objekten im Rahmen der Digitalisierung zu entwickeln. Die Leitung des Projekts liegt bei Sarah Elena Link, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Koordinierungsstelle für wissenschaftliche Universitätssammlungen in Deutschland. Von Seiten der Humboldt-Universität sind außerdem die Kolleg*innen der Koordinierungsstelle, die Sammlungsbeauftragte sowie weitere Sammlungsverantwortliche beteiligt. Das Projekt „Sensible Objekte – Sensible Daten“ wird im Rahmen der Humboldt Virtual Academic Collaboration (HUVAC) gefördert und erfolgt in enger Kooperation mit der Sammlungsbeauftragten der Universität Wien, Claudia Feigl, und weiteren interessierten Kolleg*innen aus den Sammlungen der Universität Wien. Die Zusammenarbeit findet angesichts der aktuellen Pandemiesituation vor allem digital statt und wird durch eine Reihe digitaler Kollaborationsformate unterstützt. Im Rahmen des Projektes werden unterschiedlichste „sensible“ Sammlungskontexte betrachtet. Es ist angedacht, dass die Projektbeteiligten sowohl Best- als auch Worst-Practice-Beispiele zur Digitalisierung sensibler Sammlungen vorstellen, analysieren und diskutieren. Ausgesuchte Beispiele sollen in einem Wiki bzw. einer „Schau-Datenbank“ publiziert und langfristig zur Verfügung gestellt werden. Die Projektlaufzeit beginnt am 1. April und endet am 31. Dezember 2021. Im Rahmen des Projekts stehen Mittel für Honorare, für die Projektbegleitung in Form eines Werkvertrags sowie für externe Dienstleitungen zur Verfügung. Darüber hinaus können Reisekosten der Projektbeteiligten nach Berlin und Wien übernommen werden, sofern die Pandemielage es zulässt. Links: Koordinierungstelle für wissenschaftliche Universitätssammlungen in Deutschland  Lautarchiv der Humboldt-Universität zu Berlin  Hermann von Helmholtz-Zentrum für Kulturtechnik