Der internationale Wissenschaftsrat – International Science Council (ISC) – hat zwei Papiere zur Zukunft des wissenschaftlichen Publizierens veröffentlicht. Das erste Papier enthält acht Schlüsselprinzipien, die laut Rat den Kurs der Entwicklung des wissenschaftlichen Publikationswesens bestimmen sollen. Das zweite Papier unter dem Titel The Case for Reform of Scientific Publishing stellt laut Autor*innen ausgehend von den Schlüsselprinzipien einen Reformplan des Wissenschaftssystems vor. Der ISC lädt alle seine Mitglieder und die breitere Wissenschaftsgemeinschaft zur Teilnahme an einer Umfrage zu den beiden Papieren bis zum 1. März 2024 ein.

Acht Schlüsselprinzipien für die Zukunft des wissenschaftlichen Publizierens 

Zu den acht Schlüsselprinzipien gehört unter anderem der universelle, unmittelbare und offene Zugang zu wissenschaftlichen Informationen gepart mit Barrierefreiheit und Gleichberechtigung bei den Publikationsmöglichkeiten für Forschende – unabhängig von Sprache, finanziellen Mitteln und institutionellem oder geografischem Standort. Als weitere Grundprinzipien nennt das Papier unter anderem die Standardvergabe von offenen Lizenzen für wissenschaftliche Veröffentlichungen sowie strenge, zeitnahe und kontinuierliche Peer Reviews

Reformplan für das wissenschaftliche Publikationssystem

Das zweite Papier diskutiert laut ISC die Prioritäten für einen umfassenden Reformplan für das wissenschaftliche Publikationssystem, der unter anderem die Verbesserung des Peer-Review-Verfahrens und die Gewährleistung des Open Access im Blick hat. Der Plan soll helfen, die sogenannte Publish-or-perish-Kultur zu einer Publikationskultur zu entwickeln, die vielfältige Beiträge zur Wissenschaft wertschätzt und der weltweiten Verbreitung von Wissen als öffentlichem Gut höchste Priorität einräumt. 

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